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24.11.2020

Energieeffizienz als wichtiges Thema

Auch der Erfahrungsaustausch (Erfa) EMA-EX fand erstmals als digitales Format statt. Dabei setzten sich die Teilnehmer auch mit der Frage, „wann lohnt es sich, Maschinen zu reparieren?“, auseinander.

Bild: ArGe Medien im ZVEH

Dass Veranstaltungen im Corona-Jahr 2020 in digitaler Form stattfinden, daran hat man sich mittlerweile gewöhnt. Und so ging auch der vom ZVEH organisierte traditionelle Erfahrungsaustausch im Bereich EMA-Explosionsschutz (Erfa EMA-EX) – die regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung, um den Status der „anerkannten befähigten Person“ (BetrSichV Betriebssicherheitsverordnung) beibehalten zu können – im November routiniert über die Bühne.

Um einen möglichst lebhaften Austausch sicherzustellen, waren die 25 Teilnehmer – unter ihnen Gesellen, Meister sowie Geschäftsführer –  diesmal allerdings in zwei Gruppen aufgeteilt worden, die an zwei verschiedenen Tagen virtuell zusammenkamen. Ein Konzept, das aufging. Denn an beiden Tagen diskutierten die Teilnehmer, alle seit mehreren Jahren „anerkannte befähigte Personen zur Prüfung und Instandsetzung von EX-Motoren“, mit viel Engagement Fragen wie, „wann ist eine Reparatur vor Ort sinnvoll?“ oder auch „wo liegt die Grenze zwischen Reparatur und Ersatzbeschaffung?“ Aufs Tapet kamen zudem Themen wie die Energieeffizienz-Kennzeichnung von EX-Maschinen, geltende internationale Standards für diesen Bereich sowie rechtliche Änderungen und Neuerungen im Bereich EMA-EX. Ergänzt wurde das von ZVEH-Technikexperte Daniel Erdmann moderierte Programm durch Vorträge von zwei Referenten: Gregor Dietz von SEW-Eurodrive GmbH & Co KG sowie Andreas Eiklenborg von Eiklenborg & Partner mbB.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Web-Konferenzen zählte dabei, dass die Entscheidung, eine Maschine zu reparieren oder zu ersetzen, in der Regel von zwei Faktoren abhängig ist: Reaktionsgeschwindigkeit und Kosten. Benötigt die Reparatur einer Maschine weniger Zeit als die Lieferung einer Ersatzmaschine, hat das Handwerk mit seinen Reparaturleistungen gute Karten, sich gegen die Hersteller von Maschinen zu behaupten.

Gelobt wurde von den Teilnehmern nicht nur die gute Organisation der Webtagung. Auch die Idee, den Wissenstand der EX-Experten vorab mittels eines kurzen Tests abzufragen, um gegebenenfalls eigene Wissenslücken zu entdecken, fand Anklang – und führte dazu, dass vorhandene Know-how-Defizite erfolgreich ausgemerzt werden konnten. Auf eines freilich musste trotz rundum gelungener Tagung verzichtet werden: auf den persönlichen Austausch und die Möglichkeit, in den Veranstaltungspausen und beim gemeinsamen Abendessen zu netzwerken.

Quelle: ZVEH

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